Wundmanagement

Geduld ist ein Pflaster für alle Wunden.
(Miguel de Cervantes)

Zum Aufgabengebiet eines Wundmanagers gehört die Versorgung von Wunden, denen meist eine vorausgehende Grunderkrankung wie z.B. Dekubitus, chronisch –venöse Insuffizienz, periphere arterielle Verschlusskrankheit oder diabetischer Fuß auch Verbrennungen vorhergeht, diese behindern die normale Wundheilung und es kommt zu einer Wundheilungsstörung.

Das Wundmanagement umfasst: Wundanamnese, Physiologie der Wundheilung mit den Wundheilungsphasen, Wundbehandlung, Schmerzmanagement und die Wunddokumentation.

Wundanamnese:
Wie lange besteht die Wunde schon?
Welche Erkrankungen liegen vor, werden diese ärztlich behandelt?
Werden Medikamente eingenommen?
Hat der Patient Schmerzen?
Wie ist die Mobilität des Klienten? und so weiter

Physiologie der Wundheilung

Die Wundheilung ist ein komplexer und dynamischer Prozess, der unmittelbar nach einer Verletzung zum Gewebeersatz führt – das heißt zur Reparatur der Wunde führen sollte.
Wundheilungsphasen

Es sollte immer eine phasengerechte Wundversorgung durchgeführt werden. Anhand der genauen Begutachtung der Wunde idealer weise im Beisein des zuständigen Arztes des Klienten, einer weiteren Pflegekraft und der Wundmanagerin wird dann ein Therapiekonzept erstellt. Eine Fotodokumentation kann hier sehr hilfreich sein, Voraussetzung ist das Einverständnis des Klienten.

In der Wundeheilungsphase durchläuft die Wunde verschiedene Stadien. In der Reinigungsphase wird die Wunde mehr Sekret/Exsudat abgeben, doch nimmt dies im Heilungsverlauf ab. Von den Wundrändern her beginnt die Wunde langsam zuzuwachsen. Die Tiefe der Wunde nimmt ab und nähert sich immer mehr dem Hautniveau an– die Granulationsphase – bis zur vollständigen Abheilung, der Epithelisierungsphase.

Wundbehandlung

Erst wenn Störfaktoren wie Infektionen, Mazeration, Fibrinbelag, Nekrose entfernt wurden sind, kann eine Wunde zu heilen beginnen.
Die Dokumentation

der vereinbarten Therapie erfolgt auf dem Wunddokumentationsbogen. Die Unterstützung und Beratung während der Durchführung dieser Maßnahmen fällt in den Tätigkeitsbereich der ausgebildeten Wundberater. In festgelegten Abständen wird eine Evaluation des Behandlungsplanes durch den betreuenden Arzt gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wundmanagements durchgeführt und bei Bedarf die Therapie angepasst. Der Arzt diagnostiziert und ordnet an, der Wundmanager klärt auf und führt die zeitgemäße feuchte Wundbehandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Hilfe von Pflegekräften aus.
Schmerzmanagement

Wunden bedeuten immer Schmerzen, mit der Zeit können chronischen Wunden durch Verbandwechsel, unsachgemäße Lagerung, Infektion, Ischämieschmerzen sowie psychischer Faktoren schmerzhafter werden.

Eine Wunde kann nur abheilen, wenn weitere Faktoren wie Compliance, Ernährung, Mobilität, Lebenseinstellung positiv auf einen jeden Klienten einwirken – wir als Pflegekräfte können sie unterstützen.

Sollten Sie sich noch mit ungeklärten Fragen beschäftigen die ihre Wunden oder der Ihrer Angehörigen, Freunden, Bekannten, stehen wir ihnen gerne unter Tel. +49 (0) 56 74 92 27 02 oder per E-Mail zur Verfügung.